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Deutsche Kolonialpolitik zu Zeiten des Kaiserreiches
25.02.2013, 20:37
Beitrag: #1
Deutsche Kolonialpolitik zu Zeiten des Kaiserreiches
nachfolgender Bericht gelesen in: http://www.n24.de/n24/Wissen/History/d/4...ichte.html

Bismarck lehnte sie ab, Wilhelm II. stilisierte sie hoch: Deutsche Kolonialpolitik. Ihr dunkelstes Kapitel begann vor 110 Jahren beim Aufstand der Herero. Der "Platz an der Sonne" versank in Blut.

Am 12. Januar 1904 beginnt in der kaiserlichen Kolonie Deutsch-Südwestafrika ein Aufstand der Herero gegen die deutsche Kolonialverwaltung. Die Gründe für die Erhebung sind die Misshandlung der Stammesbevölkerung durch weiße Siedler und deren rücksichtslose Landaneignung.

Die deutschen Truppen schlagen den Herero-Aufstand im August 1904 in der Schlacht am Waterberg nieder. Ein Großteil der Aufständischen wird in die Omaheke-Wüste abgedrängt, wo sie verdursten.

Das brutale Vorgehen gegen den Herero-Aufstand ist das dunkelste Kapitel der deutschen Kolonialgeschichte. Nach der Niederschlagung des Aufstandes beginnt die Ausrottung von drei Viertel der Herero- und von großen Teilen der Nama-Bevölkerung. Sie stößt im deutschen Reichstag auf scharfe Kritik.

"Das Reich ist saturiert"

Als 1871 mit dem Deutschen Kaiserreich der erste deutsche Nationalstaat aus der Taufe gehoben wird, spielen imperialistische Vorstellungen über die deutschen Hoheitsgrenzen hinaus zunächst keine Rolle.

Reichskanzler Otto von Bismarck hat kurz nach der Kaiserproklamation des preußischen Königs Wilhelm I. ganz andere Sorgen: Das Reich ist zwar geschmiedet – allerdings nur äußerlich. Nun müssen die ehemals unabhängigen deutschen Königreiche auch politisch und ökonomisch zu einer Einheit werden. Diese innere Reichsgründung wird zur Herkulesaufgabe Bismarcks.

Oberste Priorität besitzt die Sicherung des Deutschen Reiches – außen- und innenpolitisch. Dazu gehört für Bismarck neben dem Vorantreiben des Einigungsprozesses der ehemals unabhängigen deutschen Königreiche auch ein Bündnissystem, das den Frieden in Europa und die Stärke des Reiches auf Dauer konsolidieren soll. "Deutschland ist saturiert", teilt Bismarck im Jahr der Reichsgründung 1871 mit – und erteilt damit der Bildung deutscher Kolonien eine klare Absage.

Der Reichskanzler sieht in einer deutschen Kolonialpolitik keine wirtschaftlichen Vorteile. Vielmehr spürt er die Bedrohung von politischer Instabilität in Europa – und blickt besorgt nach Großbritannien. Schließlich weiß Bismarck, dass eine intensive Kolonialpolitik zwangsläufig den Aufbau einer Schutz-Flotte zur Folge haben müsste – zweifellos hätte dies das Empire als Bedrohung seiner Stellung als maritime Weltmacht gesehen.

Trotzdem erwirbt das Deutsche Reich in der politischen Ära Bismarcks den Großteil seiner Kolonien – nur ein scheinbarer Widerspruch. Nicht der Staat, sondern Privatleute streben nach Kolonien. Bereits 1873 wird die "Afrikanische Gesellschaft in Deutschland" gegründet. Sie sieht ihre Aufgabe in der Erkundung des Schwarzen Kontinents. Zahlreiche weitere Gesellschaften folgen: 1887 fusionieren der "Deutsche Kolonialverein" und die "Gesellschaft für Deutsche Kolonisation" zur "Deutschen Kolonialgesellschaft".

Die deutschen Schutzgebiete

Im Jahr 1884 kommt es zu einer Zäsur der Bismarckschen Politik: Mehrere private Besitzungen werden - nach englischem Vorbild - unter den Schutz der deutschen Krone gestellt. Für die Beweggründe Bismarcks zu dieser Entscheidung gibt es bis heute keine eindeutige Erklärung.

Das politische Engagement wird zu einer Gratwanderung: Um nicht in politische Konflikte zu geraten, wird von vom Deutschen Kaiserreich der Begriff Kolonie vermieden – das ist die Geburtsstunde der sogenannten "Deutschen Schutzgebiete". Der Plan Bismarcks sieht vor, dass die Besitzungen in privater Hand verbleiben – der Staat soll so wenig wie möglich Einfluss und Garantien ausüben. Verwaltung und Handel werden an die Privatleute durch staatliche Schutzbriefe übertragen.

Die Strategie scheitert jedoch bereits nach kurzer Zeit. Finanzielle und sicherheitspolitische Schwierigkeiten suchen die Besitzungen heim – und das Kaiserreich sieht sich selbst im Zugzwang. Um die Gebiete nicht zu verlieren, wächst das Engagement rasant – auch militärisch.

Wilhelm II. wird Deutscher Kaiser

Das Dreikaiserjahr 1888 markiert eine Zäsur in der Geschichte des Deutschen Kaiserreiches. In diesem Jahr stirbt Wilhelm I. und 99 Tage später sein Sohn Friedrich III. Am 15. Juni 1888 wird Wilhelm II. Deutscher Kaiser. Sein Regierungsstil bringt ihn schnell in Konflikt mit Reichskanzler Otto von Bismarck und führt auch auf internationaler Ebene zu Irritationen.

Wilhelm II. hegt den Traum eines starken Deutschen Kaiserreiches zur See. Der Kaiser verfolgt den Aufbau einer Großflotte und strebt ein stärkeres Engagement in der Kolonialpolitik an. Mit der Entlassung Bismarcks 1890 beginnt eine neue politische Ära im Deutschen Kaiserreich.

Am 6. Dezember 1897 werden die weltmachtpolitischen Ambitionen des jungen deutschen Nationalstaates deutlich. Bernhard von Bülow, Staatsekretär des Auswärtigen Amtes, teilt während einer Debatte im Reichstag mit: "Mit einem Worte: Wir wollen niemand in den Schatten stellen, aber wir verlangen auch unseren Platz an der Sonne." Die imperialistischen Vorstellungen stoßen nicht überall im Reichstag auf Zustimmung.

Die Niederlage im Ersten Weltkrieg bedeutet gleichzeitig das Ende des Deutschen Kaiserreiches. Mit Unterzeichnung des Versailler Vertrages am 28. Juni 1919 verliert Deutschland alle seine Kolonien. Damit endet die deutsche Kolonialgeschichte – und eine gesamte Epoche.

Helfen Sie mit, damit unser Volk wieder souverän wird mit der Vollmacht zur Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands
http://bundespraesidium.de/vollmacht.htm
Sehen Sie sich auch an, wer oder was wir wirklich sind !
http://deutscher-reichsanzeiger.de/Geset...rklaerung/
DANKE im voraus für Ihre Unterstützung

Die Botschaft der Alliierten: Artikel 146 GG "Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist. Der Beschluß heißt die Verfassung von 1871 ist die einzig souveräne Verfassung und gilt ! Die entscheidende Botschaft an das souveräne Deutsche Volk: Das deutsche Reich ist rechtsfähig, es mangelt nur an der Handlungsfähigkeit. Es lebe das souveräne Deutsche Reich und Volk.

Siehe auch das Gesetz zum Staatsschutz
http://deutscher-reichsanzeiger.de/Geset...tsordnung/
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
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17.07.2014, 13:43
Beitrag: #2
RE: Deutsche Kolonialpolitik zu Zeiten des Kaiserreiches
siehe auch diese hervorragende Seite zum Thema Schutzgebiete des Deutschen Reiches

http://www.deutsche-schutzgebiete.de/
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